CLUB B.LACK

Geschichtliches

SALZBURG SUBCULTURE

GESCHICHTLICHES

Die Geschichte des Rainbergkellers kann nicht erzählt werden, ohne, dass die Geschichte des Rainbergs erzählt wird. Dieser ist der kleinste der Salzburger Stadtberge, hat eine maximale Höhe von 510 m und liegt inmitten des Stadtteils Riedenburg. Das heutige Landschaftsschutzgebiet wurde bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Über 5000 Jahre hielten sich die Siedler auf dem Berg auf, bis sie um 1500 v. Chr. von Kaiser Augustus umgesiedelt wurden.

Bezeichnend ist, dass nicht der Stadtteil dem Berg seinen Namen gab, sondern umgekehrt: Einst hieß der Rainberg „Hohe Riedenburg“ bzw. „Ofenlochberg“. Als Rieden wurden damals moorige Wiesen bezeichnet, und genau das war der Stadtteil damals – eine große Moorlandschaft, in der sogar die Pferde der Reisenden einsanken und ein Weiterkommen schier unmöglich war. Erst im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Sümpfe trocken gelegt.

Ab 1511 wurde der Stadtberg als Steinbruch genutzt, und bereits 1525 war der Rainberg erstmals die Herberge für eine Subkultur: die aufständischen Bauern. Diese schlugen ihre Lager auf dem Berg auf, um so die Festung besser belagern zu können. Christoph Rein, ein Kammerdiener des Erzbischofs, pachtete schließlich im Jahr 1680 den Berg, der von nun an nach seinem Pächter benannt wurde und Rainberg hieß. Etwa zur selben Zeit wurde an den Hofbeamten Michael Springgruber ein großer Teil der Riedenburg verkauft. Zu seinen Besitztümern gehört fortan auch das Ofenlochwirtshaus, welches damals DAS Kommunikationszentrum des Stadtteils war. Dieser Treffpunkt war in zwei Teile gegliedert: Wirtshaus und Keller. Der Rainbergkeller wurde damals als riesige Kühltruhe benutzt in der man das Gletschereis aufbewahren konnte (daher kam auch der damals oft benutzte Name „Eiskeller“).

Ab 1940 diente der Keller dem Schutz der Bevölkerung und wurde aufgrund seiner geeigneten Beschaffenheit als Luftschutzkeller benutzt. Seit 1941 stand der Hausberg zwar unter Kulturdenkmalschutz, dieser wurde natürlich für die Zeit des Bombardements aufgehoben. Dennoch ruhte seit jener Zeit der Steinabbau am Rainberg. Nach dem Krieg wurde der Stadtteil Riedenburg von den amerikanischen Truppen als Bezirk für ihr Quartier genutzt. Die Schattenseiten waren, dass die Salzburger Bevölkerung, die dort tatsächlich wohnte, ihre Wohnungen und Häuser für die Amerikaner räumen musste. Den Rainbergkeller nutzten sie als Waffen- und Munitionslager.

Seit 1955 darf der Rainberg im unbesiedelten Bereich gar nicht mehr betreten werden. Dies dient vor allem dem Schutz der vielfältigen Fauna und Flora des Berges, die so möglichst ungestört gedeihen kann. Auch im Rainbergkeller gedieh diese wunderbar: 1976 wurde sogar probiert, dort Champignons zu züchten. Zum Glück scheiterte dieses Vorhaben, denn sonst hätte Josef Rettenbacher 1981 kein Lokal aus dem Keller machen können. Bezeichnend für die Lokalität war das Jahr 1994. Damals wurden alle Räume des ehemaligen Luftschutzbunkers an den Cave Club verpachtet, der dort einen Technoclub eröffnete, welcher sich zu einem der bekanntesten Technoclubs der Welt etablierte. Im Jahr 2009 jedoch mußte der Cave Club seine Pforten schließen.

Im April 2010 wurde aus dem Cave Club schließlich das b.lack!

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